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Rüstungsindustrie droht mit Abwanderung

Ein Staat, in dem industrielle Hersteller von Mordgeräten sich dermaßen unwohl fühlen, dass sie diesen Staat verlassen, wäre mir deutlich sympathischer als der bestehende.

Zwei Schlagzeilen

Spiegel Online: Islamismus: 13-Jähriger zieht aus Deutschland in den Dschihad -- Spiegel Online: Streit über Waffenexporte: Rüstungsindustrie droht mit Abwanderung aus Deutschland

Ohne Worte.

Quelle des Screenshots: rivva.de

Netzpolitik

Jedes Mal, wenn ein Mitglied der classe politique das (Un-)Wort “Netzpolitik” in den Mund nimmt, will es in Wirklichkeit irgendetwas unter seinem Politiknetz einfangen, um so einen weiteren Freiraum für Menschen zu entfernen.

Die Gottmörder

Wie häufig mir Menschen das gruselige Bild des islamistischen Terroristen zeigen, der mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren das Leben und damit den, der es seinem Glauben nach gemacht hat verachtet und dieses Bild dann “Islam” nennen, und wie selten sie mit ihrem gut gewaschenen Gehirn zum Nachdenken kommen, wenn ich im Gegenzug ein Bild einer Versammlung des Ku-Klux-Klan zeige und dieses Bild “Christentum” nenne… es wäre viel gewonnen, wenn man barbarische Mörderbanden einfach als barbarische Mörderbanden bezeichnet, ganz gleich, wie sie den unsichtbaren Begleiter nennen, mit dessen Aufforderung sie sich selbst und der Welt ihren Mord verkaufen wollen.

Berauschte

Als die Zeitgenossin sagte, dass sie eine Heidenangst vor Menschen gewonnen habe, die sich niemals an irgendetwas berauschen, entgegnete der Vorübergehende: “Und noch beängstigender sind jene, die sich zwar immerfort berauschen, aber niemals an Drogen”…

Aneinander entzwei

Beinahe alle “Diskussionen” scheitern daran, dass es zu den unverzichtbaren Grundlagen einer Diskussion gehört, dass der Andere nicht einfach nur ein Arschloch ist, sondern auch recht haben könnte…

Begnügt euch niemals mit Worten!

Das Reden von Freiheit anstelle des Gebens von Freiräumen ist ein beliebiges Manipulationsinstrument pseudodemokratischer Diktaturen

Rupert Lay, Manipulation durch die Sprache, Ullstein 1990, S. 197

Der Mord heißt jetzt “Flüchtlingsdrama”…

Screenshot Tagesschau.de -- Unglück vor Malta: 500 Tote bei Flüchtlingsdrama -- Stand: 15.09.2014 18:05 Uhr -- Im Mittelmeer vor Malta hat sich offenbar erneut ein schweres Flüchtlingsunglück ereignet: Überlebende berichten vom Untergang eines Bootes, das letzte Woche von Schleppern bewusst gerammt worden sei. 500 Tote werden befürchtet

Der Mord ist jetzt ein Unglück, gegen das niemand etwas machen kann. Das Ergebnis ist ein Drama, lehnt euch zurück und betrachtet die Aufführung. Der Mord entsteht auch nicht mehr durch die Tätigkeit eines Mörders, sondern er ereignet sich einfach so im Mittelmeer, ganz ähnlich wie das Wetter.

Immerhin erwähnen die ARD-Quantitätsjournalisten recht weit unten im Artikel, dass es Mord war.

Gruß auch an die FRONTEX, die mit militärischen Mitteln für die Mauertoten der Europäischen Union sorgt.

Religionsspam

Der Vorübergehende antwortete seinem Zeitgenossen: “Wenn das Gebet ein direktes Gespräch mit Gott ist, dann verhalten sich die meisten gläubigen Menschen wie Spammer”.

Die Watch und das Phone

Sorgsam inszenierte Produktpräsentationen von Apple: Die wohl größte Tupperparty der Welt. Ein Unterschied nur zwischen die teuren und allmedial hochgejubelten gadgets und den Plastikdosen:

[...] aus mehreren Anmerkungen lässt sich jedoch darauf schließen, dass die Uhr jede Nacht aufgeladen werden muss

Die Plastikdosen sind nützlicher als ein gadget für 350 Dollar im klobigen Design, dessen Akku nur einen Tag lang hält und das nur zusammen mit einem ebenfalls hochpreisigen Wischofon mehr kann, als die Uhrzeit anzuzeigen.

So viele, die sich klar und heimlich wünschen, dass sie in ihren Kindern weiterleben, schaffen es nicht, sich selbst in ihren Eltern wiederzufinden.

Die Troll-Vorlage

Das Vorbild des typischen Internet-Trolls, der mit verkürzter Argumentation und affektivem Sprachgebrauch aus der sicheren Deckung seines Schreibtisches heraus wie ein Heckenschütze auf die dumme Psyche zielt und dabei immer wieder trifft; das Vorbild und der Lehrer dieses Internet-Trolls ist die verkürzte und affektheischende Schlagzeile des Journalisten. Und. Der Journalist, der ob des Treibens in den Foren der Zeitungswebsites so schrecklich erschrocken ist, erweckt dabei den Eindruck, als stünde er zwei Meter neben einer lichterloh brennenden Scheune und fragte sich dort, warum es nur so hell und heiß sei.

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