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Werte deutschsprachige Journalisten!

Werte deutschsprachige Journalisten,
werte qualitätsjournalistische Verleger,

wenn ihr der Meinung seid, dass ihr auf euren SEO-manipuliert in die technische Wichtigkeit und allgemeine Aufmerksamkeit gezwungenen, aus abgeschriebenen Agenturmeldungen und Internet-Fundstücken aufgeschäumten qualitätsjournalistischen Websites einen unentbehrlichen und wichtigen Beitrag zum Internet leistet, der es verdient, dass eure Nutzer und Leser dafür auch in irgendeiner Weise Geld bezahlen, dann erzwingt doch einfach diese Einsicht bei euren Lesern und Nutzern, indem ihr einige Wochen online-streikt, die besagten Websites nicht mit “aktuellen” Inhalten zumüllt befüllt und euren Qualitätsjournalismus in dieser Zeit nur noch auf Papier stempeln lasst!

Ihr werdet erstaunt sein, wie sehr ihr vermisst werdet! Ich verspreche euch, dass dabei jemand etwas lernen wird. Es ist ja auch nicht so, dass der Schwanz mit dem Hund wedelt…

Übrigens: Es muss auch nicht jeder Journalist werden. Hilfsarbeiter ist auch ein hübscher Beruf.

Immer mit einem guten Rat an eurer Seite
Euer Nachtwächter

Aussicht

Blick durch ein Fenster nach draußen, auf eine fensterlose Mauer. Vor dem Fenster montiert sind zwei Satellitenschüsseln, die einen zwar nicht erfreulicheren, aber doch noch weniger öden Blick nach draußen ermöglichen

Wie “gut”, dass es den Fernseher gibt, das Fenster derer, die keine Aussicht haben…

Caution, Idiocracy is Near!

Kaffeebecher der Hannover Messe AG für Melitta-Kaffee mit dem Warnhinweis: 'ACHTUNG HEISS!' und 'CAUTION, THIS DRINK IS HOT!'.

Richtig falsch

Es löst schon eine gewisse Heiterkeit aus, wenn die sonst immer um treffende Sprache bemühten Qualitätsjournalisten die Tätigkeit einer börsennotierten Unternehmung mit einem Internet-Dienst für angeblich vertrauliche Kommunikation knackig und überschriftstauglich beschreiben wollen und ihnen dafür kein anderes Wort als “Nachrichtendienst” einfällt… offenbar so dumm, dass sie sich nicht der bisherigen Bedeutung dieses Wortes bewusst sind, aber dennoch, wenn man beim Lesen eben daran denkt: sehr gut und genau benannt.

Die kapitalistische Gesellschaft

In einer kapitalistischen Gesellschaft, die den darin lebenden Menschen ihren Stempel einprägt, gibt es vor allem zwei Probleme. Das erste, dass Dinge getan werden, nur weil sie von jemanden bezahlt werden. Und. Das zweite, dass Dinge nur getan werden, weil sie von jemanden bezahlt werden.

E-Book

Wenn du nur modern genug in das Buch hineinschaust, dann schaut das Buch in dich zurück.

Clickbait mit Messer und Gabel

Kaum werden — das ist ja auch eine gute Verkaufsförderung für ein Büchlein — ein paar Sprüche eines abgehalfterten Altkanzlers über die angebliche Unfähigkeit der amtierenden Bundeskanzlerin beim Essen mit Messer und Gabel publik, schon wird das vom Apparat der Contentindustrie klickträchtig aufgeschäumt, als ob es eine Nachricht wäre. Ganz so, als gäbe es über die Machenschaften der gegenwärtigen Regierung der Bundesrepublik Deutschland keine substanziellere Kritik zu schreiben. Der Beitrag der Contentindustrie zur Entpolitisierung der Menschen in Deutschland ist niemals zu unterschätzen.

Irgendwelche Links auf die dumme Click- und Linkbait der Presseverlage im Dienste einer Buchverkaufs-PR habe ich bewusst vermieden…

“Das ist das Problem, …”, sagte der Vorübergehende mit einem Ernst, der gar nicht zur Beiläufigkeit seiner Worte passen wollte, “…die meisten Menschen wissen nicht, dass es etwas gibt, was sie nicht kennen. Und. Sie reproduzieren deshalb mit ihrem Leben immer nur das, was sie schon lange lange kennen”.

Zur Jahresselbstfeier der Classe politique

Viel Spaß mit dem von Politikern für Politiker inszenierten Schmierentheater zum Jahrestag einer Vertragsunterzeichnung durch Politiker, das mich dazu gebracht hat, momentan etwas weiter von Hannover weg zu sein…

Oktober 2014, nicht Oktober 1995

“Faszinierend”, sagte der Vorübergehende, “wie die Computerzeitschriften und ihre Websites jetzt überall Bilder von einem Windows-Desktop mit einem geöffneten Startmenü zeigen, als ob es sich bei dieser Möglichkeit des Programmstarts — wie damals, im Jahr 1995 — noch um eine Neuigkeit handele…”

Rastplatz (6)

Eine ausgesprochen triste Einladung zum Hinsetzen, gesehen ganz in der Nähe des hannöverschen Rathauses

Schriftverkehr

Zu denen, die jetzt schief angeschaut und wie leichtlebige Nichtsnutze verachtet werden, weil sie immer wieder einmal für viele Stunden lang dieses Internet nutzen, hätte das gleiche etablierte, staubstickige Bürgertum in früherer Zeit bei Verwendung der damaligen Medien gesagt: Sie waren immer wieder ganze Abende lang mit ihrer Korrespondenz beschäftigt.

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